Bücher und DVDs über das Massaker von Maillé

25 août 1944, Maillé… Du crime à la mémoire (25. August 1944 in Maillé … Vom Verbrechen zum Gedenken), Sébastien Chevereau, Anovi, Neuauflage 2019, 224 Seiten.

Anhand von persönlichen Zeugnissen und Archivmaterial stellt uns der Autor das friedliche Dorf vor dem Krieg und während der Besatzung vor. Dann beschreibt er im Detail jenem unheilvollen Tag, den 25. August 1944: die tatsächlichen Abläufe, die dafür Verantwortlichen, nicht zu vergessen die Auswirkungen des Verbrechens auf Trauerarbeit, Wiederaufbau und Gedenkfeiern. Dieses Buch über das Massaker ist das erste von einem Historiker geschriebene und damit ein unentbehrlicher Beitrag zu Kenntnissen über deutsche Besatzung und Unterdrückungspraktiken in Frankreich.

22,00 €

Maillé martyr (Märtyrium eines Dorfes), Abbé André Payon, Maison du Souvenir, Neuauflage 2007, 96 Seiten, auch in deutscher Sprache erhältlich.

In diesem Buch schildert André Payon, Pfarrer der Gemeinde Maillé, die tragischen Ereignisse vom 25. August 1944. Erstmalig erscheint es bereits im Februar 1945 und beruht auf seinen eigenen Beobachtungen und Zeugenberichten der Überlebenden. Dieser erste unmittelbar danach geschriebene Bericht über das Massaker von Maillé ist ein wichtiges Zeitdokument, mit dessen Hilfe sich dieser dramatische Tag genau nachvollziehen lässt.

15,00 €

Nous étions une famille heureuse (Wir waren eine glückliche Familie), Serge Martin, in Gesprächen mit Romain Taillefait, Lamarque, 2019, 143 Seiten, 2022 auch in deutscher Sprache erhältlich.

Serge Martin vertraut seinem Gesprächspartner in zahlreichen auf Tonband aufgezeichneten Gesprächen zwischen 2015 und 2017 seine Lebensgeschichte an. Sein Ziel ist es, die Geschichte des Dorfes mit persönlichen Anekdoten und einem Bericht seiner Erfahrungen zu verknüpfen. Nach einigen Kapiteln mit seinen Kindheitserlebnissen während der Besatzung spricht er auch über den 25. August 1944.

15,00 €

Mira, il fera beau… demain (Mira, es wird schön …. morgen), Jean-Louis Chédozeau, Anovi, 2009, 64 Seiten, dt. Ausgabe: Verlag an der Lethe, 2014.

Jean-Louis Chédozeau, der Autor dieser Novelle, ist mit dem Leben davongekommen. Er erzählt das Drama am 25. August 1944 mit den unschuldig-naiven Augen seiner Hündin Mira, die ohnmächtig dieser entfesselten Gewalt zusehen muss, welcher sie und ihr junges Herrchen nur durch ein Wunder entkommen. Ihre Geschichte ist eine Warnung an jüngere Generationen und

7,00 € / 9,50 €

Maillé, j’avais 5 ans (Maillé, ich war 5 Jahre alt), Jean Baillargeat, Alan Sutton, 2009, 160 Seiten.

Jean Baillargeat ist einer der Überlebenden von Maillé. Sein Bericht beruht auf einem Briefwechsel zwischen seiner Mutter und seiner Großmutter in den Tagen vor und direkt nach dem Massaker. Über seine Kindheitserinnerungen hinaus wirft er einen kritischen Blick auf das Verhalten von Menschen, besonders in Kriegszeiten.

12,00 €

Le Massacre de Maillé (Das Massaker von Maillé), Romain Taillefait, Lamarque, 2021, 32 Seiten.

In einer knappen Zusammenfassung wird in diesem Leitfaden zunächst das Dorf vor dem Krieg und während der Besatzung vorgestellt und dann der unheilvolle 25. August 1944 mit seinen Folgen geschildert. Über einen einfachen Tatsachenbericht hinaus bettet er das Drama in seinen historischen Kontext und will zum Nachdenken über das Entstehen von Erinnerungskultur anregen

6,00 €

Visages du 25 août (Gesichter am 25. August), Isabelle Vieux, Brumaire-Anovi / Maison du Souvenir, 2016, 128 Seiten.

Die Photographin Isabelle Vieux hat elf Überlebende des Massakers kennengelernt und porträtiert. Daneben liest man die berührenden Zeugnisse dieser elf Menschen. Der Ausstellungskatalog wird ergänzt mit Fotos des deutsch-französischen Jugendaustausches und der Gedenkfeiern am 25. August.

16,00€

Maillé, la mémoire oubliée (Maillé, Erinnerung und Vergessen), Clotilde Vandendorpe, Transmettre, 2019.

Frühmorgens am 25. August 1944 umzingelt eine SS-Truppe Maillé, eine kleine ländliche Gemeinde im Departement Indre-et-Loire an der N 10 nicht weit von Tours. Ihre Absicht ist eindeutig, nämlich alle Dorfbewohner zu ermorden. Das Töten dauert drei Stunden lang. Die deutsche Armee hinterlässt 124 Todesopfer und ein brennendes, fast völlig zerstörtes Dorf. In Frankreich steht Maillé für das zweitgrößte Massaker an der Zivilbevölkerung während des Zweiten Weltkrieges, nach dem bekannteren in Oradour-sur-Glane. In ihrem Buch stellt Clothilde Vandendorpe die legitime und naheliegende Frage: Warum sind diese tragischen Ereignisse am 25. August 1944 fast fünfzig Jahre lang in Vergessenheit geraten? Antworten darauf findet sie in zahlreichen Zeugenberichten und anderen Quellen, sowohl juristischen als auch politischen, historischen und erinnerungskulturellen. Nach einer Schilderung des Dramas benennt sie Gründe für das zeitweilige „Auslöschen“ dieser Tragödie aus der kollektiven Erinnerung, wo doch das Dorf Oradour-sur-Glane von Anfang an einen veritablen Kultstatus in der Erinnerungskultur hat.

24,00 €

Maillé, le massacre oublié (Maillé, das vergessene Massaker), Marie-Françoise Gaucher, TGA PRODUCTION, 2004, DVD, 25 Min.

Dieser Film von 2004 ist der erste Dokumentarfilm über die Geschichte des Massakers in Maillé und versammelt persönliche Zeugnisse der Überlebenden, die vorher nie über dieses Drama gesprochen hatten. Mit diesem erschütternden und herzergreifenden Film lässt sich der Tagesverlauf dieses tragischen 25. August 1944 im Detail nachvollziehen.

15,30 €

Maillé, un crime sans assassins (Maillé, ein Verbrechen ohne Mörder), Christophe Weber, Sunset Presse, 2011, DVD, 85 Min. + 25 Min.

DVD 1: Dieser Dokumentarfilm wurde im französischen Fernsehen ausgestrahlt. Er zieht eine Bilanz des historischen Forschungsstands und der laufenden juristischen Ermittlungen in Deutschland. Resultat von jahrelangen Recherchen versucht der Film Antworten auf zwei wichtige Fragen zu geben: Wer ist für das Drama verantwortlich und warum wurde dieses Verbrechen begangen?

DVD 2: Making of des Dokumentarfilms von Christophe Weber.

25,50 €

L’autre 25 août (Der andere 25. August), Josiane Maisse, Les Deux Mémoires, 2004, DVD, 90 Min.

In diesem Film legen 62 Menschen vorsichtig und schamhaft Zeugnis ab. Als direkte oder indirekte Zeugen des Dramas berichten sie über den 25. August 1944, über Traumatisierung, Wiederaufbau und spätere Enthüllungen zur Geschichte des Dorfes. Dieser besonders berührende Film von 2004 ist ein einzigartiges Zeitdokument und spielt eine wichtige Rolle dabei, einerseits die Worte der letzten Zeitzeugen zu bewahren und andererseits die tragische Geschichte des Dorfes bekannt zu machen.

18,40 €

De Santa Barbara à Maillé, les Hale… 1886-1958 (Von Santa Barbara nach Maillé – die Hales), Maison du Souvenir, 2008, 24 Seiten.

2008, zum fünfzigsten Todestag des Ehepaars Hale möchten die Gemeinde Maillé, der Verein Pour le Souvenir de Maillé und die Maison du Souvenir diese beiden Wohltätern Ehre erweisen und gestalten eine Ausstellung als Hommage an ihr außergewöhnliches Leben. Der Ausstellungskatalog beschreibt in vielen Einzelheiten ihren Einsatz für verletze Soldaten während des Ersten Weltkrieges sowie ihre Patenschaft für die Gemeinde Maillé.

3,50 €

Unsere Bücher über die Resistance im Departement Indre-et-Loire

La vicomtesse Marie-Thérèse de Poix (Die Gräfin Marie-Thérèse de Poix), Autorenkollektiv, Anovi, 2015, 184 Seiten.

In der Touraine ist die Gräfin von Poix eine der Leitfiguren während des Zweiten Weltkrieges. Sie gehört von 1940 bis 1944 zur Resistance und wird nach Ravensbrück deportiert. Dieses Buch ist die erste Biographie dieser großherzigen Frau im Hintergrund.

19,00 €

L’abbé Henri Péan (Der Priester Henri Péan), Jean-Gilles Dutardre, Anovi, 2011, 144 Seiten.

Henri Péan ist seit 1930 Pfarrer von Maillé und unter der Besatzung die Seele der Resistance in der südlichen Touraine. Durch seinen Einsatz gelangen mehr als 2000 Flüchtende über die Demarkationslinie in die „freie“ Zone. Außerdem baut er ein bedeutendes Widerstandsnetz für Nachrichtenübermittlung und andere Aktivitäten auf. Im Februar 1944 wird er von der Gestapo gefangen genommen und stirbt unter der Folter.

15,00 €

1914-1918 von beiden Seiten: Armand, Wilhelm et die Anderen. Kriegserfahrungen von Soldaten aus der Touraine und vom nördlichen Bodensee, Anovi, 2014, 300 Seiten, zweisprachige Ausgabe.

Was weiß man in Frankreich über die Kriegserlebnisse deutscher Soldaten und ihrer Familien? Was weiß man in Deutschland über Kriegserlebnisse auf französischer Seite? Dieser Ausstellungskatalog schildert das Schicksal von sechs französischen und deutschen Soldaten anhand überlieferter Briefe. Auf ihren alltäglichen Gemeinsamkeiten beruhend ist dieser Band eine Hommage an alle Kriegsteilnehmer des Ersten Weltkrieges.

21,00 €

Newsletter und Sonderhefte des ÉRIL (Studien über die Resistance im Departement Indre-et-Loire):

Der Verein Études sur la Résistance en Indre-et-Loire gibt eine Zeitschrift über die Resistance in der Touraine heraus und ermöglicht damit allen Generationen, etwas über eine Geschichte zu erfahren, die ihnen nah und bekannt erscheint, doch es immer weniger ist, weil die Zeitzeugen nach und nach verschwinden.

Die verschiedenen Newsletter kann man unter folgendem Link finden

Von 17,00 bis 20,00 €

Unsere Jugendbücher

Im Verlag Quelle histoire! 

La Seconde Guerre mondiale (Der Zweite Weltkrieg), Autorenkollektiv, 2015, 34 Seiten.

Zwischen dem 1. September 1939 und dem 2. September 1945 geht die ganze Welt in Flammen auf. Auf den Meeren, an Land, in den Lüften wird der größte Krieg geführt, den die Menschheit bis heute erlebt hat. Wir tauchen ein in die Geschichte des Zweiten Weltkrieges, vom Aufstieg des Nationalsozialismus in Deutschland über die großen Kämpfe im Pazifik bis zur Schlacht um Stalingrad.

5,00 €

Le débarquement, 6 juin 1944 (Die Landung der Alliierten am 6. Juni 1944), Autorenkollektiv, 2014, 40 Seiten.

In diesem Buch werden die verschiedenen Etappen bei diesem Schlüsselereignis des Zweiten Weltkrieges anschaulich geschildert. Wir entdecken, wie die Fallschirmjäger in der Nacht abgesprungen sind, aus welchen Gründen die Landung stattgefunden hat und wie diese Aktion genauestens organisiert wurde.

5,00 €

Franz, soldat allemand en 14-18 (Der deutsche Soldat Franz 14-18), Autorenkollektiv, 2014, 40 Seiten.

1914 hat Franz hat gerade sein Diplom und arbeitet in einer Flugzeugfabrik. Mit dieser Tätigkeit muss er auf deutschen Befehl aufhören und wie viele andere Männer in den gerade ausgebrochenen Krieg ziehen. In Briefen an seine Mutter vertraut er ihr seinen patriotischen Stolz an, teilt mit ihr aber auch seine tiefe Verunsicherung angesichts seiner Kriegserfahrungen.

5,00 €

Lucien, soldat français en 14-18 (Der französische Soldat Lucien 14-18), Autorenkollektiv, 2014, 40 Seiten.

Im August 1914 verkauft Lucien Zeitungen in Paris, doch bald wird er in die französische Armee eingezogen und muss an die Front. Der Erste Weltkrieg ist in Europa ausgebrochen. In berührenden Briefen an seine Frau schreibt Lucien erst von seinem Enthusiasmus, doch sehr bald schon stellt sich Verdrossenheit ein und der furchtbare Schrecken des Krieges lässt sich in seinen Briefen vernehmen.

5,00 €

Sonderhefte der Zeitung la Nouvelle République

Du débarquement à la Libération, raconté aux plus jeunes (Von der Landung zur Befreiung für unseren jungen Leser), 2019, 84 Seiten.

Die Zeitschrift bietet in Bildtafeln eine auf die Stunde genaue Chronologie der Ereignisse von den Vorbereitungen für den D-Day bis zu Beginn und Verlauf der Landung.

4,90 €

Andere Bücher oder DVDs

Postkarten:

Einzeln: 0,80 €, 3er Set: 2,10 €

Parce que j’étais peintre, l’art rescapé des camps nazis (Weil ich ein Maler war. Kunst, die Nazi-Lager überlebte), Christophe Cognet, Jour 2 Fête, 2004, DVD, 100 Min.

Eine ganz neue Studie über heimlich entstandene Kunstwerke in den Nazi-Lagern, verbunden mit Fragestellungen zur Konzeption von Kunst und Schönheit.

22,00 €

20 ans de reconstruction en Touraine (20 Jahre Wiederaufbau in der Touraine), Elke Mittmann, Hyx / Maison de l’Architecture du Centre-Val de Loire, 2016, 80 Seiten.

Was man gemeinhin ‘Wiederaufbau’ nennt, vollzieht sich in zwei unterschiedlichen Zeiträumen: einerseits die offizielle Politik des Vichy-Regimes zwischen 1940 und 1944 und andererseits nach der Befreiung die Direktiven des Ministeriums für Wiederaufbau und Stadtplanung (MRU – Ministère de la Reconstruction et de l’Urbanisme), was in der Touraine bis in die 1960er Jahre andauern wird.

Dieses Buch konzentriert sich auf drei Städte, die am meisten unter den verheerenden Zerstörungen des Zweiten Weltkrieges und den von der deutschen Armee verübten Massakern gelitten haben: Tours, Saint-Pierre-des-Corps und Maillé.

Nach einer Bilanz der Zerstörungen, provisorischen Lösungen und Projekten für den Wiederaufbau unter der Besatzung eröffnet die Befreiung den Weg zu mehr Modernität und bestätigt gleichzeitig die Prinzipien einer neo-regionalen monumentalen Architektur. Dank der Vielseitigkeit ihrer kreativen Ansätze versuchen die Architekten jeder Stadt eine neue Identität zu geben.

6,00 €

L’ONU (Die UNO), Françoise Passera, Mémorial de Caen, 15 Seiten.

Dieses reich illustrierte Bändchen veranschaulicht in zeitgeschichtlichen Dokumenten, Karten und Zeichnungen die Geschichte der UNO und soll ein für alle zugänglicher Ausgangspunkt für die spätere Vertiefung folgender Themen sein: Entstehen der Uno, ihre Charta, Herausforderungen durch Kriege und Schritte zur Bewahrung des Friedens … Ereignisse, die unsere gemeinsame Geschichte ausmachen.

2,00 €

La Blanche Route de Verdun (Die weiße Straße nach Verdun), Kathleen Burke, mit einem Kommentar von Eric Labayle und Sébastien Chevereau, Anovi, 2016, 125 Seiten.

In diesem erst kürzlich ins Französische übersetzten Buch schildert die junge amerikanische Krankenschwester Kathleen Burke, wie sie 1916 auf die Schlachtfelder von Verdun kam und sich bei hohen Offizieren der französischen Armee für ein Militärlazarett einsetzte. Sie übernimmt mit ihrem späteren Mann (die Hales) nach dem Massaker die Patenschaft für Maillé

13,00 €

Alphonse Juin (1888-1967) – L’épopée du fils de gendarme (Heldenepos des Sohnes eines Gendarmen), Jean-Paul Huet, Anovi, 2005, 45 Seiten.

Welch außergewöhnliches Schicksal hatte doch dieser Alphonse Juin! Dieser Sohn eines einfachen Gendarmen, dieser geradlinige ‘Pied-noir’ (Algerienfranzose) kletterte Stufe für Stufe die militärische Karriereleiter hoch bis er 1952 in die hohe Würde eines Marschalls von Frankreich erhoben wurde. In beiden Weltkriegen, bis zu seinem Tod haben die nationalen Anliegen Frankreichs jeden Augenblick seines Lebens bestimmt. Diese Biographie richtet sich an alle Altersgruppen und zeichnet das genaue Bild eines bemerkenswerten Mannes (wenn auch bisweilen vergessen), der Zeit seines Lebens seine Überzeugungen und Taten in Einklang zu bringen wusste.

5,00 €

De Sétif à Marseille par Cassino (Von Sétif über Cassino nach Marseille), Jean Lapouge, Anovi, 2007, 288 Seiten.

Seit seinem Abschluss an der Militärschule Saint-Cyr 1942, seiner Eingliederung in das 7. algerische Infanterieregiment in Sétif, seiner Feuertaufe in Tunesien, dann der Feldzug in Italien an der Seite von General Juin bis zur Landung in Südfrankreich im August 1944 mit der Befreiung von Marseille … Jean Lapouge hat alles schriftlich festgehalten. Seine täglichen Aufzeichnungen enthüllen alltäglichen Sorgen und Beschäftigungen, Zweifel und Hoffnungen eines Zugführers der Infanterie. Mit vielen wenig bekannten Informationen erinnern sie an den Einsatz der Afrika-Armee und ihre heute oft vergessenen Feldzüge, die Frankreich Ehre machten und 1945 einen Platz am Tisch der Sieger verschafften. Aufrichtig und erschütternd sind diese Seiten eines der bemerkenswertesten Zeugnisse eines französischen Kriegsteilnehmers des Zweiten Weltkrieges.

11,00 €

Lieux de mémoire (Gedenkorte und Gedenkstätten), Izabel Tognarelli, Déclics, 2012, 156 Seiten.

Dieses Buch ist eine Art Einladung zu einer Erinnerungsreise quer durch Frankreich zu Gedenkorten und Gedenkstätten von der französischen Revolution bis zum Zweiten Weltkrieg. Es erzählt von Barbarei, von Schützengräben, von Folter und Konzentrationslagern, von diesen unzähligen Abscheulichkeiten, zu denen Menschen innerhalb der Logik des Krieges fähig sein können. Es ist auch eine Hommage an jene Menschen, die sich für Frieden und Freiheit geopfert haben. Die Geschichte von Maillé und die Maison du Souvenir hat auch seinen Platz darin gefunden.

29,90 €

Petites surprises de printemps (Kleine Frühlingsüberraschungen), Marcel Jourdain, von Éric Labayle kommentierter Erfahrungsbericht, Anovi, 2009, 175 Seiten.

An seinem Lebensabend hat Marcel Jourdain seine Jugenderinnerungen niedergeschrieben, die Zeit zwischen April und August 1944, als seine persönliche Geschichte auf die Weltgeschichte trifft. Mit dem Blick eines Kindes, ohne Zugeständnisse aber auch ohne Bitterkeit, erzählt er vom Alltag eines Dorfes im Cotentin, zwischen Besatzung und Befreiung. Das Leben der normannischen Landbevölkerung am Vorabend des D-Day, das Zusammenleben mit den deutschen Fallschirmjägern, die verirrten amerikanischen Fallschirmjäger, die Evakuierung der Zivilisten, die Kämpfe am Mont Castre, erste Kontakte mit den GIs, dann die Ankunft der 2. Panzerdivision des Generals Leclerc … all das sind Ereignisse, in die unser junger Held verwickelt wird und die er treffend und genau schildert.

13,00 €

Sauvé d’Auschwitz par l’Assistance publique (Vom Fürsorgeamt vor Auschwitz gerettet), Charles Waserscztajn, CERCIL, 2016, 184 Seiten.

Für Charles Waserscztajn beginnt alles mit einem Irrtum, als er am 6. Dezember 1940 beim Fürsorgeamt angemeldet wird. Seine Mutter Tauba, eine junge polnische Jüdin, ist 1938 nach Frankreich geflüchtet. Völlig mittellos sieht sie nun keinen anderen Ausweg mehr als ihr Kind vorläufig der öffentlichen Einrichtung anzuvertrauen. Doch diese verzeichnet, dass sie ihr Kind endgültig abgeben will. Dieser Irrtum rettet ihn vor der Deportation … trennt ihn aber auch für immer von seiner Mutter. Tauba unternimmt unzählige Schritte um ihr Kind wiederzubekommen und weigert sich unter Lebensgefahr Paris zu verlassen.

Erst 2001 entdeckt Charles seine Geschichte in den freigegebenen Unterlagen der öffentlichen Fürsorge. Er beginnt mit seinen Nachforschungen, einerseits als Erinnerungsarbeit, andererseits wegen der geschichtlichen Dimension, und liefert uns damit diesen autobiographischen Erlebnisbericht.

18,00 €

Travelling sur les années noires, l’Occupation dans le cinéma français depuis 1945 (Reisen durch die schwarzen Jahre. Die Besatzung im französischen Kino seit 1945), Michel Jacquet, Mélibée, 2011, 176 Seiten.

Michel Jaquet ist überzeugt von der Fähigkeit der Filmkunst, die Entwicklung von Anschauungen zu reflektieren und untersucht, wie das französische Kino die Besatzung behandelt. Travelling sur les années noires ist ein Buch über die kollektive Erinnerung und gleichzeitig eine Hommage an die Ikonen der Kinoleinwand wie Bourvil, Ventura, Delon, Depardieu, die den Gestalten des besetzten Frankreichs ihre Gesichter leihen.

14,00 €

Je m’appelle Isaac et j’ai été un enfant caché (Ich heiße Isaac und ich war ein verstecktes Kind), Isaac Millman, CERCIL 2012, 80 Seiten.

Isaac Sztrymfman ist 7 Jahre alt als Deutschland in Frankreich einfällt, wo seine Eltern, polnische Juden, Zuflucht gefunden hatten. Am 14. Mai 1941 wird sein Vater Moïshé gefangen genommen und Monate lang im Lager Pithiviers interniert. Am 25. Juni 1942 wird er nach Auschwitz deportiert und dort ermordet. 1942 werden auch Isaac und seine Mutter Rivelé gefangen genommen und in Autun festgehalten. Seine Mutter besticht einen Wächter, damit ihr Sohn ins Krankenhaus geschickt wird, wo dank der Hilfe von Ärzten und Krankenschwestern jüdische Kinder als krank erklärt werden. Nach dieser provisorischen Zuflucht wird Issac von verschiedenen Menschen versteckt und erfährt sowohl Grausamkeit als auch Zärtlichkeit. Er muss seine wahre Identität verbergen und nimmt den Namen Jean Devolder an. Am Ende des Krieges findet er seine Eltern nicht wieder, wird 1948 in den USA adoptiert und heißt nun Isacc Millmann. In diesem Buch beschreibt er in Zusammenarbeit mit dem CERCIL die entscheidenden Szenen seiner Lebensgeschichte.

14,00 €

Plaques et stèles commémoratives (1939-1945) en Indre-et-Loire (Gedenktafeln und Stelen im Departement Indre-et-Loire), Ingo Fellrath und Francine Fellrath-Bacart, La Simarre 2007, 159 Seiten.

12,00 €